Geschichte Helpts

Entstehung des Ortsnamens

1298 Helpede, 1389 Helpte

1298 schenkte Markgraf Albrecht Hebungen aus Helpt, nämlich die Zinsen von 52 1/2 Talern, an das Kloster Wanzka. Die damals ausgestellte Urkunde gilt als Ersterwähnung von Helpt und mehreren Dörfern aus der Umgebung.

Die Besitzverhältnisse

1381 saß Klaus von Helpede zu Helpte. Die Familie hatte vielleicht ihren Namen vom Dorf Helpte in der Grafschaft Mansfeld und diesen dann auf das Stargarder Dorf übertragen.
Es ist möglich, dass schon zu dieser Zeit die Familie von Oertzen durch Verschwägerung mit den Helptes dort Anteil gewann.
Die in Helpte befindliche, bedeutende, wahrscheinlich fürstliche Burg, fand sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Familie Rieben, die noch nicht lange im Lande, aber schon balde als auf Galenbeck erbgesessen, zu den mächtigsten Stargarder Geschlechtern gehörte. Im Jahre 1438 wird Wedige von Rieben als zu Helpte wohnend genannt. Das Gut war sehr groß. Nach Verkaufsakten von 1554 gehörten zu der Burg und dem Wohnhofe 10 Hufen, ferner 18 Bauern mit 36 Hufen auf dem Felde von Miltzow. Daneben besaß die Familie Helpte noch 12 Hufen. Nach einem Lehensbrief vom 5. August 1455 gehörten zu dem Dorfe im Ganzen 60 Hufen.

 

 
Nach der Eroberung Woldegks im Jahre 1440 nahmen die Brandenburger und Pommern auch die Riebschen Burgen Galenbeck und Helpte. Beide blieben zur Hälfte im Besitz der Feinde und erst im Frieden vom Wittstock 1442 wurde Helpte an Mecklenburg zurückgegeben.
1455 werden die von Bredow mit 60 Hufen des Dorfes Helpte belehnt.
Seit 1466 war die Familie von Oertzen in Lehnsbesitz, verschiedene Linien saßen nacheinander darauf, seit 1545 der aus Grammertin stammende Jakob.
Die 12 Hufen der Familie von Helpte fielen nach dem Aussterben der Linie 1546 an die Herzöge, die sie als Gnadenlehen verliehen. Zuletzt besaß sie als solches der Hauptmann Jürgen von Mecklenburg, der sie 1665 an Henning von Oertzen auf Helpte verpfändete. Doch mußte dieser 1694 das ganze Gut an den Leutnant Kurt Adam von Holzendorf auf 20 Jahre verpfänden. Der Pfandbesitz ging hernach an einen Leutnant von Behr und nach ihm an einen Hauptmann von Bardeleben über. Erst 1715 konnte Henning Christoff von Oertzen, des Henning von Oertzen Sohn, das Gut einlösen. 1753 verkaufte dessen Sohn Henning Ernst das Gut für 66.000 Taler an den Hauprmann Lucius Arnold von Rahden und 1782 ging es durch neuen Verkauf an den späteren Oberhauptmann und Hofjägermeister Otto Ulrich von Dewitz auf Groß Miltzow über.
1865 verkaufte Otto Ulrich von Dewitz auf Groß Miltzow, Krumbeck und Helpte das Gut Helpte mit Sophienhorst und Oertzenhof an Friedrich von Dewitz auf Cölpin und Roggenhagen für 460.000 Taler und das Inventar für 40.000 Taler.
1911 ging es durch Kauf von dem Hausmarschal und Staatsrat Otto Balthasar von Dewitz für 1.500.000 Mark an den Freiherrn Dr. jur. Hans Bodo von Bodenhausen auf Burgkemmnitz und Groß Miltzow über.

Bevölkerung

1496 wurden im Dorfe 19 Bauern und ein Schmied genannt der Familien: Lange, Kryneman, Henke, Role, Klepel, Balhorne, Romer, Bolte, Wysmer, Waghemann, Bade, Voß, Bunger, Knop, Klynekow.
1508 lagen 8 Hufen wüst. Bei 12 Bauern und einem Kosatten finden sich als neue Namen: Gronenwald, Schele, Holtze, Passow, Vischer, Woldergke.
1766 saßen im Dorfe noch 5 Bauern und ein Kosatte, darunter der alte Schultze Martin Marchow und der Kirchenvorsteher Christian Pertz.

Quelle: Auszüge aus dem Buch "Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz", Neubrandenburg 1925

siehe auch Pastoren der Helpter Kirchgemeinde

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